SMC auf der interpack 2026: Effizienz, Elektrifizierung und drahtlose Vernetzung für die nächste Generation von Verpackungsmaschinen
Energie sparen, Output steigern mit Vakuum-Anwendungen, elektrischen Antrieben, Wireless-Technologie und Kühl-und Temperiergeräten der neuesten Generation: weniger Druckluft, Flexibilität in der Anwendung und digitale Transparenz für die Verpackungsindustrie von morgen.
Die interpack in Düsseldorf (7.–13. Mai 2026) gilt als Taktgeber für Innovationen in der Verpackungsindustrie. In diesem Umfeld zeigt SMC, wie sich Energieeffizienz, CO₂Reduktion, schnelle Formatwechsel und digitale Transparenz praxistauglich verbinden lassen – vom End‑of‑Arm-Tool bis zum vernetzten Produktionsprozess.
Energieeffizienz, 4-bar Factory und CO₂‑Reduktion: Ein ganzheitlicher Ansatz für nachhaltige Produktion
Mit der 4-bar Factory etabliert SMC einen praxisnahen Ansatz, der nicht bei der Maschine, sondern bei der Werksinfrastruktur beginnt. Die stufenweise Absenkung des Betriebsdrucks – etwa von 6-7 bar auf 4 bar – reduziert Kompressorlast und Leckageverluste und senkt damit Energiebedarf und CO₂‑Emissionen nachhaltig. Die Voraussetzung: kompatible Komponenten wie die Ejektoren der Serie ZKJ, die bereits bei niedrigem Druck eine stabile Performance liefern und den Luftverbrauch enorm reduzieren.
Gleichzeitig zeigt sich, dass Effizienzgewinne nicht nur über die Druckluftseite erzielt werden können. Wo präzise Bewegungen regelbarer oder energieeffizienter ausgeführt werden sollen, ist die Elektrifizierung eine Ergänzung zur Druckoptimierung. Beide Ansätze – optimierte Druckluft und elektrischer Antrieb – sind Wege zu mehr Nachhaltigkeit.
Eine Alternative zu pneumatischen Antrieben sind die elektrischen Antriebe der Serie EQ: Sie werden ähnlich einfach wie pneumatische Antriebe angesteuert. Dabei müssen bestehende Steuerungsprogramme nicht angepasst werden. Das erleichtert die Umstellung und reduziert die Inbetriebnahmezeiten sowie die CO₂-Emissionen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Elektrifizierung von Bewegungsprozessen. Der elektrische Antrieb der Serie EQ mit integriertem Controller lässt sich wie ein pneumatischer Antrieb ansteuern wodurch bestehende Steuerungsprogramme für pneumatische Antriebe ohne Anpassungen übernommen werden können. Die einfache und schnelle Inbetriebnahme erfolgt über die Easy‑Setup‑Software. Der Platzbedarf für den EQ ist gering und der energieeffiziente bipolare Motor zahlt direkt auf die CO₂‑ und Energieziele ein. „Elektrische Präzision ohne Hürden: Der EQ reduziert den Verdrahtungs‑ und Konfigurationsaufwand auf ein Minimum und ermöglicht den schnellen Schritt in ein energieeffizienteres Motion‑Control“, erläutert Mohamed Boudouhi, Produktmanager für elektrische Antriebe und elektropneumatische Regler bei SMC.
Temperierung mit Zukunftssicherheit: CO₂‑Kühl- und Temperiergeräte für regulatorische Konformität
Auch im Bereich der Temperaturregelung liefert SMC eine zukunftssichere Option: Mit der HRSC‑Serie präsentiert SMC Kühl- Temperiergeräte der nächsten Generation mit dem natürlichen Kältemittel R744 auch bekannt als CO₂ (GWP = 1). Sie erfüllen somit die strenge F-Gas-Verordnung und lassen sich als Drop‑in‑Lösung in bestehende Anlagen integrieren. In sämtlichen Anwendungen, in denen Temperaturen stabil gehalten werden müssen, seien es Laserbearbeitungsanlagen, Kühlwalzen oder Siegelstationen, beweist die Serie HRSC hohe Qualität sowie Temperaturstabilität bis zu ±0,1 °C.
Für qualitäts- und hygienekritische Applikationen ergänzt der Stab-Ionizer der Serie IZSW10 das Portfolio mit einer Lösung für die elektrostatische Entladung von Bauteilen: Der IZSW10 arbeitet zuverlässig in nassen und staubigen Umgebungen mit der IP-Schutzklasse 66, baut statische Aufladung sehr schnell ab, auch auf Distanzen bis 500mm und hält die statische Ladung automatisch stabil auf dem gewünschten Niveau.
End‑of-Arm‑Tools: Flexibilität, Sicherheit und reduzierte Komplexität
Im Zentrum des Messeauftritts stehen zudem kompakte Systeme, die sich ohne Mehraufwand in bestehende Prozesse und Anlagen integrieren lassen. Dazu gehört die All‑in‑One‑Vakuumeinheit ZKJ, die Vakuumerzeugung, Ventiltechnik, Sensorik und Feldbus in einem Modul vereint und so Verkabelung, Bauraum und Rüstzeiten spürbar reduziert. Das Produkt unterstützt gängige Industrial‑Ethernet‑Protokolle und bleibt auch bei Stromunterbrechungen prozesssicher. Anwender profitieren von hohen Taktzahlen, flexibler Skalierbarkeit bei häufigen Formatwechsel und messbaren Einsparungen beim Druckluftverbrauch – ein relevanter Hebel für Produktivität und Nachhaltigkeit. Die ZKJ‑Vakuummodule bieten IO‑Link‑ und PROFINET‑Funktionen und ermöglichen so Remote Monitoring, Condition Monitoring und optimierte Wartungsprozesse. Damit lassen sich Echtzeitdaten in MES‑ und Cloud‑Strukturen integrieren, was die Grundlage für Smart‑Factory‑Konzepte bildet.
„Unsere Vakuumplattform ZKJ bringt Leistung, Diagnosefähigkeit und Konnektivität in einem kompakten Formfaktor zusammen. Damit werden Greif‑ und Pick‑&‑Place‑Prozesse schneller, robuster und energieärmer – ohne Kompromisse in der Integration“, sagt Jonas Klapthor, Produktmanager für Vakuum, Sensorik und EOAT bei SMC.
Kabellose Signalübertragung: Mehr Robustheit in dynamischen Maschinenbereichen
Für modulare Maschinenkonzepte präsentiert SMC das drahtlose Kommunikationsmodul EXW1. Das kompakte, IP67‑fähige System arbeitet mit hoher Unempfindlichkeit gegen Störungen mit Frequenzhopping (FHSS) im 2,4‑GHz‑Band und erreicht Reichweiten bis 100 Meter. Es integriert sich über etablierte Protokolle wie PROFINET, EtherCAT oder Ethernet/IP, verkürzt Rüstzeiten und minimiert Stillstände, die klassisch durch Kabelverschleiß und Bruch entstehen. Stephan Fillinger, Produktmanager für Kommunikationseinheiten, Wegeventile und Druckluftaufbereitung bei SMC führt aus: „Wireless ist der Enabler für flexible, wartungsarme Layouts. Mit EXW1 bringen wir Sensorik, Aktorik und Ventilinseln sicher ins Netz – ohne neue Kabelstränge oder Eingriffe in die bestehende Konstruktion.“
Komplexität reduzieren, Prozessstabilität erhöhen und technische Last aus Maschinen und Werken nehmen.
SMC zeigt, wie sich Effizienz, Elektrifizierung und drahtlose Vernetzung in der Verpackungsindustrie schnell realisieren lassen: Von Vakuum‑Anwendungen, elektrischen Antrieben, Wireless‑Technologie bis hin zu Kühl- und Temperiergeräten der neuesten Generation. Die 4‑bar Factory steht dabei für einen proaktiven Ansatz zur intelligenten Druckluftoptimierung: Auf Basis von Systemanalysen wird der Arbeitsdruck gezielt dort reduziert, wo Prozesse es zulassen – ohne Umbauten oder Leistungsabfall, aber mit spürbar weniger Kompressorlast, Energiebedarf und CO₂‑Emissionen. In Kombination mit vernetzten Maschinen und standardisierten Datenschnittstellen schafft SMC so eine robuste, digital transparente Grundlage für stabile, effiziente und ressourcenschonende Verpackungsprozesse.
Alle Neuheiten von SMC sind live auf der interpack 2026 in Düsseldorf zu sehen.

Abbildung 1: Das Wireless‑System EXW1 überträgt Signale störsicher per Frequenzhopping im 2,4‑GHz‑Band und reduziert Verkabelungsaufwand deutlich. Die Reichweite von bis zu 100 Metern, IP67‑Schutz und Protokolle wie PROFINET, OPC UA oder IO‑Link erleichtern flexible Maschinenlayouts und schnelle Werkzeugwechsel.

Abbildung 2: Die HRSC‑Serie arbeitet mit dem natürlichen Kältemittel CO₂ (R744, GWP = 1) und erfüllt damit die aktuellen F‑Gas‑Vorgaben. Mit einer Temperaturstabilität bis ±0,1 °C und invertergeregelter Leistung eignet sich die Baureihe für präzise Prozesskühlung in Laser‑, Elektronik‑ und Automatisierungsanwendungen.

Abbildung 3: Die ZKJ‑Vakuumeinheit bündelt bis zu 16 Ejektoren in einem Feldbus‑Manifold und unterstützt PROFINET, IO‑Link, EtherCAT und EtherNet/IP. Funktionen wie die Energiesparsteuerung mit bis zu 90 % weniger Luftverbrauch und die IP65‑Ausführung erleichtern den Einsatz in automatisierten Handling‑ und Verpackungsprozessen.
Fotos: SMC (Abdruck für Pressezwecke honorarfrei)
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Jessica Giordano
30.03.2026