F-Gas-Regulierung im Blick: SMC bietet zukunftssichere Kühl- und Temperiergeräte für anspruchsvolle Anwendungen
Die Kühl- und Temperiergeräte von SMC setzen bereits heute auf zukunftsorientierte Kältemittel wie CO₂ (R744).
Kühl- und Temperiergeräte sind in vielen industriellen Anwendungen entscheidend für stabile Prozesse. Sie halten zirkulierende Umlaufmedien auf einer einstellbaren Temperatur, führen Prozesswärme ab und tragen damit zur Produktqualität, Reproduzierbarkeit und Anlagenverfügbarkeit bei. Typische Einsatzbereiche reichen von Verpackungs- und Druckmaschinen über PET-Anwendungen, Laserprozesse und Kunststoffverarbeitung bis hin zu hochpräzisen Fertigungsprozessen, beispielsweise in der Halbleiterindustrie.
Regulatorische Anforderungen rücken stärker in den Fokus
Heute ist für Maschinen- und Anlagenbauer nicht allein die erforderliche Kühlleistung entscheidend. Gefragt sind Kühl- und Temperiergeräte, die eine präzise Temperaturregelung, hohe Prozessstabilität und langfristige Planungssicherheit gewährleisten. Durch die verschärften Anforderungen der EU F-Gas Verordnung gewinnt die Wahl des eingesetzten Kältemittels an Bedeutung. Ziel der (EU) 2024/573 ist unter anderem die weitere Reduzierung teilfluorierter Kohlenwasserstoffe (HFKW), einschließlich einer schrittweisen Beschränkung der am Markt verfügbaren Mengen an Hydrofluorolefinen (HFO) bis zum Ausstieg im Jahr 2050.

Bild 1: Vergleich von GWP-Werten und Lufttransportfähigkeit verschiedener Kältemittel: CO₂ (R744) zeichnet sich durch einen GWP-Wert von 1 aus und kann problemlos per Luftfracht transportiert werden.
Breites Portfolio für unterschiedliche Anwendungen
SMC bietet ein breites Portfolio, das unterschiedliche Leistungsbereiche, Bauformen und Einsatzbedingungen abdeckt. Dieses reicht von hochpräzisen Standardausführungen mit 220 W Kühlleistung bis hin zu leistungsstarken Lösungen mit bis zu 38 kW für anspruchsvolle Anwendungen. Außerdem 19-Zoll-Einschubgeräte, Systeme mit zwei Kühlkreisläufen, umweltbeständige Varianten aus Edelstahl, sowie spezielle Lösungen z.B. für die Halbleiterindustrie. Neben der C-Serie (CO2) adressiert SMC die Anforderungen der F-Gas Regulierung auch mit der F-Serie (Low GWP Kältemittel): Mit Low-GWP-Kältemitteln wie R454C mit einem GWP-Wert von 146 bietet sie für kleinere Gerätetypen bis 12 kW Kühlleistung eine mittelfristige Lösung. Für größere Kühl- und Temperiergeräte mit über 12 kW eröffnet sie eine langfristigere Perspektive mit dem Kältemittel R32 (GWP 675), da der GWP-Wert deutlich unter dem ab 2027 festgelegten Grenzwert von 750 liegt. R32, welches nicht unter die PFAS-Definition fällt, wird nicht von den Bemühungen der EU betroffen sein, die PFAS-Emissionen unter der REACH-Verordnung zu reduzieren. CO2, als natürliches Kältemittel, ist ebenso nicht betroffen.
HRSC-Serie
Ein zentraler Baustein für mehr regulatorische Planungssicherheit ist die Serie HRSC. Diese Kühl- und Temperiergeräte verwenden das natürliche Kältemittel CO₂ (R744) mit einem GWP-Wert von 1. Damit ist CO2 nicht vom HFKW-Quotensystem der F-Gas-Verordnung betroffen. Die HRSC-Serie erreicht je nach Ausführung Kühlleistungen von 1,3 bis 11,5 kW, eine Temperaturstabilität von ±0,1 °C und einen Temperatureinstellbereich von 5 bis 40 °C, bei der HRSC100 Ausführung ein Bereich von 5 bis 35 °C.
Modernisierung bestehender Temperierkonzepte erleichtern
Damit bietet SMC Maschinenbauern Lösungen, die bereits heute auf die Anforderungen einer stärker regulierten Kältetechnik ausgerichtet sind. Wer bei neuen Maschinenkonzepten oder Modernisierungen auf CO₂-basierte Geräte setzt, kann das Risiko späterer Umstellungen durch Kältemittelverfügbarkeit, HFKW-Quoten oder regulatorische Änderungen reduzieren. Die HRSC-Serie ist zudem als direkter Ersatz für die HRS-Serie ausgelegt, ohne dass Anpassungen an Rohrleitungsführung oder Anlagenlayout erforderlich sind. Damit erleichtert sie die Modernisierung bestehender Temperierkonzepte, verkürzt Evaluierungs- und Integrationsaufwände und bietet Maschinen- und Anlagenbauern eine praktikable Möglichkeit, bestehende Kühlprozesse auf CO₂-basierte, F-Gas-konforme Technologie umzustellen. Einmal umgestellt, lassen sich die CO2 Geräte problemlos per Luftfracht verschicken. So kommt die Anlage samt Temperiergerät schnell beim Kunden in aller Welt an. Und falls doch mal ein Gerät beschädigt wird, verhindert dieser schnelle Transportweg einen langen Maschinenstillstand.
„Welche Kühl- und Temperierlösung sinnvoll ist, entscheidet sich am tatsächlichen Bedarf: Temperaturbereich, Kühlleistung, Temperaturstabilität, Aufstellumgebung, Kommunikationsanforderungen, Energieeffizienz und Kältemittelstrategie müssen zum jeweiligen Maschinenkonzept passen“, sagt Joel Maier-Vivet, Produktmanager bei SMC Deutschland GmbH.

Bild 2: Durch das natürliche Kältemittel CO₂ (R744) können die Kühl- und Temperiergeräte der HRSC- und HRZC-Serie problemlos per Luftfracht versendet werden. Das sorgt für eine schnelle Verfügbarkeit der Anlagen und Ersatzgeräte rund um den Globus.
Präzise Temperierung für die Halbleiterindustrie
Für Anwendungen mit besonders hohen Anforderungen an Temperaturbereich, Genauigkeit und Prozessstabilität ergänzt SMC das Portfolio um die HRZC-Serie für die Halbleiterindustrie. Auch diese Baureihe nutzt CO₂ als Kältemittel. Die Standardlösung bietet Kühlleistungen von 2, 4, 8 und 10 kW, eine Temperaturstabilität von ±0,1 °C und eine einstellbare Solltemperatur von −20 bis +90 °C. Zudem unterstützt sie Kommunikationsmöglichkeiten wie Kontakt-I/O, serielle RS-485-Kommunikation, analoge Kommunikation und DeviceNet. Die SMC Corporation komplementiert ihr Portfolio mit einem HRZF010 mit dem Kältemittel R454C (GWP 148). Diese mittelfristige Alternative hat eine Kühlleistung von 10kW.
Frequenzgesteuerte Pumpen und Kompressoren dieser speziell für die Halbleiterindustrie entwickelten Kühl- und Temperiergeräte sorgen für eine hervorragende Energieeffizienz, natürlich konform zu den wichtigsten SEMI-Standards S2, S8, F47.
Die alte HRZ-Serie lässt sich 1 zu 1 durch die neue HRZC- und HRZF-Serie austauschen:

Bild 3: Die Kühl- und Temperiergeräte der HRZC- und HRZF-Serie sind als direkter Ersatz für bestehende HRZ-Modelle ausgelegt. Identische Außenabmessungen, Anschlusspositionen und Leistungsdaten ermöglichen den Austausch ohne aufwendige Anpassungen an Anlage oder Rohrleitungsführung. Bild: Die Kühl- und Temperiergeräte der HRZC- und HRZF-Serie sind als direkter Ersatz für bestehende HRZ-Modelle ausgelegt. Identische Außenabmessungen, Anschlusspositionen und Leistungsdaten ermöglichen den Austausch ohne aufwendige Anpassungen an Anlage oder Rohrleitungsführung.
Kühl- und Temperiergeräte ohne Kältemittel
Neben den CO2 und den „Low-GWP“-Geräten bietet das Portfolio von SMC Kühl- und Temperiergeräte ganz ohne Kältemittel. Statt eines konventionellen Kältekreislaufs mit Verdichter bietet SMC thermoelektrische Kühl- und Temperiergeräte der Serien HEC, HECR und HEF, die den Peltier-Effekt zur präzisen Kühlung und Temperierung von Flüssigkeiten nutzen. Der Einsatz fluorierter Kältemittel entfällt und die damit verbundenen Anforderungen in Zusammenhang mit der F-Gas Verordnung sind für diese Geräte nicht relevant. Anwender profitieren so von einem geräuscharmen, vibrationsarmen Betrieb sowie einer hohen Temperaturstabilität für anspruchsvolle Anwendungen in der Analytik, Lasertechnik, Medizintechnik oder Halbleiterfertigung.
Mit der Serie HECR bietet SMC eine platzsparende Lösung für den Einbau in 19-Zoll-Systeme, während die HEF-Serie auf maximale Kompaktheit bei minimalem Platzbedarf ausgelegt ist. Alle drei Baureihen verbinden eine präzise Temperaturregelung mit einem nachhaltigen Technologiekonzept und unterstützen Unternehmen dabei, ihre Kühlprozesse umweltfreundlicher und zukunftssicher zu gestalten.

Bild 4: Die thermoelektrischen Kühl- und Temperiergeräte der HEF-Serie kombinieren eine besonders kompakte Bauweise mit geräuscharmem Betrieb und präziser Temperaturregelung. Durch die Peltier-Technologie kommen sie vollständig ohne Kältemittel aus.
Portfolioansatz für langfristig planbare Maschinenkonzepte
Auch international schafft diese Breite Vorteile. SMC ist mit rund 400 Vertriebsniederlassungen in 82 Ländern vertreten und bietet ein breites Produktprogramm. Für global aktive Maschinenbauer erleichtert das die Auswahl, Standardisierung und Betreuung von Kühl- und Temperierlösungen über Ländergrenzen hinweg.
„Maschinenbauer brauchen heute Temperiertechnik, die nicht nur zur geforderten Kühlleistung passt, sondern auch zum Betriebspunkt, zur Anlagenumgebung und zur regulatorischen Perspektive. Genau hier liegt die Stärke unseres Portfolios: Wir können für sehr unterschiedliche Anforderungen passende Kühl- und Temperierlösungen bereitstellen und Kunden dabei begleiten, ihre Maschinen zuverlässig, effizient und langfristig planbar auszulegen“, fasst Tobias Bachmeier, Team Manager Temperature Control German Technical Center bei SMC Deutschland GmbH zusammen.
Als Hersteller, Partner und Lösungsanbieter für pneumatische und elektrische Automatisierungstechnik begleitet SMC Kunden von der Komponentenauswahl bis zur anwendungsspezifischen Lösung mit umfassender Expertise und zuverlässigem Service. Gerade bei Kühl- und Temperiergeräten gewinnt diese Beratung an Bedeutung: Wer heute Maschinen entwickelt oder modernisiert, muss nicht nur aktuelle Prozessanforderungen erfüllen, sondern auch Verfügbarkeit, Energieeffizienz, Integrationsfähigkeit und regulatorische Anforderungen über den gesamten Lebenszyklus im Blick behalten.
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Jessica Giordano
01.09.2026